Agile SAP-Projekte?
6 Lektionen, die wir aus der agilen Durchführung von SAP-Projekten gelernt haben

Aktuelle Wirtschaftsstudien zeigen, dass Software-Projekte, die agile Methoden verwenden, im Durchschnitt eine höhere Erfolgsquote haben als Projekte, die traditionellen Strategien folgen. Im Gegensatz zu traditionellen Managementmodellen wird bei agilen Methoden die Bedeutung von Interaktion, Flexibilität und Iteration betont.

Im Zuge der digitalen Transformation hat der Begriff Agilität auch in unserem Unternehmen an Bedeutung gewonnen und unser Team musste lernen, sich mit agilen Praktiken auseinanderzusetzen.

Bei Cross ALM verwenden wir den agilen Ansatz nicht nur, weil wir die Rückmeldungen unserer Kunden schätzen und darauf bestmöglich reagieren möchten, sondern auch, weil wir verstehen, dass Projekte heutzutage Anpassungsfähigkeit und Transparenz fordern, um mit wechselnden Prioritäten und ständigen Veränderungen umgehen zu können. Wir haben mit einigen unserer Teammitglieder gesprochen und ihre Erfahrungen beim Einsatz agiler Methoden zusammengefasst.

Hier sind ein paar Lektionen, die wir bei der Verwendung eines agilen Ansatzes in SAP-Projekten gelernt haben.

Die wichtigsten Lektionen, die wir gelernt haben

1. „Agil“ bedeutet „iterativ“

Die Kernidee hinter Agilität ist inkrementelles Wachstum und kontinuierliche Verbesserung. Wir haben gelernt, dass Agilität nicht von Anfang an erreicht werden kann, sondern ein ständiger Prozess des Lernens und der Entwicklung ist. Auch sollten wir erwähnen, dass wir uns in der Vergangenheit nicht immer leicht getan haben Agilität zu erreichen – besonders in Projekten, die SAP betreffen. Der SAP-Teil eines Projekts ist in der Regel nicht agil. Die Atlassian- oder Nicht-SAP-Seite, mit der wir arbeiten, ist jedoch sehr agil. Wenn man diese beiden Methoden kombiniert, wird deutlich, dass es schwer sein kann, das gesamte Projekt zu 100% agil zu gestalten. Es ist wahrscheinlicher, dass am Ende eine Art Hybrid Modell entsteht, bei dem Teile des Projekts agil abgewickelt werden und einige andere Projektteile mit einer eher traditionellen Methode. Wie bereits erwähnt, ist agil zu sein also ein immer fortlaufender Prozess. Wir lernen ständig dazu und verbessern unsere Methoden, während wir es unseren Kunden ermöglichen, sich mehr und mehr in das Projekt einzubringen und ihre Ideen zu äußern, was ihnen ein Wasserfallprojekt nicht bieten könnte.

 

2. Kommunikation ist der Schlüssel

Es mag ziemlich offensichtlich sein, aber eine der wichtigsten Lektionen, die wir aus der Anwendung von agilen Methoden gelernt haben, ist, dass eine gute Kommunikation innerhalb des Teams entscheidend ist. Auch wenn es einigen Teammitgliedern zunächst lästig erscheinen mag, ist es absolut wichtig, sich mit dem Team auszutauschen und gemeinsames Verständnis und Mindset zu entwickeln, besonders in der Anfangsphase eines Projekts. Daily Scrums und wöchentliche Meetings ermöglichen es dem Team, sich über aktuelle und zukünftige Aufgaben und Herausforderungen auf dem Laufenden zu halten und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Diese Meetings bieten auch eine gute Gelegenheit, die Kernideen der agilen Methodik gemeinsam durchzugehen und eine Art Vereinbarung zwischen den Teammitgliedern zu treffen, Erwartungen, Werte sowie individuelle und kollektive Ziele zu klären.

 

3. Auch wenn agile Projekte flexibel sind, brauchen sie eine gute Struktur

Wir haben gelernt, dass zu Beginn eines jeden Projekts eine klare Zeitstruktur festgelegt werden muss. Diese Struktur sollte sich nicht nur mit dem Zeit- und Arbeitsaufwand für das Erledigen der Aufgaben befassen, sondern auch die verfügbaren Ressourcen berücksichtigen. Zu Beginn des agilen Projekts kommunizieren die Stakeholder alle Anforderungen, die sie in einem bestimmten Zeitrahmen realisiert haben wollen. Anschließend vereinbart das Team Sprint-Meetings, um den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Erfüllung der Anforderungen abzuschätzen. Es ist sehr wichtig, diese Treffen als Team abzuhalten, da jede Partei (Developer, Product Owner, Scrum Master) benötigt wird, um eine einigermaßen realistische Schätzung zu erreichen. Dies ist etwas, das geübt werden muss und umso einfacher wird, je mehr agile Projekte man durchführt. Eine klare Zeit- und Ressourcenstruktur ist extrem wichtig, denn in vielen Teams haben die Teammitglieder auch noch andere Aufgaben außerhalb des Projekts, so dass eine klare und konsistente Struktur unumgänglich ist, um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten.

 

4. Man kann es nicht allen recht machen

Wie auch in den meisten anderen Szenarien im Leben ist es wichtig zu erkennen, dass man es nicht jedem recht machen kann. Gerade wenn man in einer flexiblen und selbstorganisierenden Umgebung arbeitet, wird man zu Beginn eines jeden Projektes eine Vielzahl von Ideen und Meinungen haben. Die Entwickler werden eine andere Sichtweise haben als der Product Owner oder die Stakeholder selbst. Es kann eine ziemliche Herausforderung sein, all die Ideen zu managen und einen guten Kompromiss zu finden, damit alle mit der Lösung zufrieden sind. Am Ende des Tages haben wir erkannt, dass man nicht zu jedem „Ja“ sagen kann und einige Ideen gegenüber anderen priorisiert werden müssen.

 

5. Agile Projekte sorgen für bessere Zusammenarbeit und bessere Lösungen

Abgesehen von der verbesserten Produktivität und den besseren Lösungen haben wir immense Verbesserungen bei der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit festgestellt, wenn wir agile Methoden in unseren Projekten eingesetzt haben. Die besten Lösungen, die wir entwickelt haben, sind in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entstanden. Wir waren in der Lage, ihre Bedürfnisse zu ermitteln und sofort auf ihre Wünsche zu reagieren, so dass sie sich in das Projekt einbringen und die bestmöglichen Ergebnisse sowohl für sich als auch für unser Team erzielt haben.

 

6. Wenn Ihr Unternehmen mit der Agilität hadert, denken Sie darüber nach, ein Tool zu implementieren, welches diesen Prozess erleichtern kann

Der erste Schritt bei einer agilen Transformation ist es, in gemeinsames Verständnis und Mindset zu etablieren. Darüber hinaus, kann der Einsatz der richtigen Software, die Implementierung agiler Prozesse erleichtern. Falls Sie in Ihrem Unternehmen bisher nur SAP Solution Manager nutzen, empfehlen wir zusätzlich Jira als agiles Projektmanagement Tool einzuführen. Um die traditionellen und agilen Methoden zu verbinden, haben wir den Cross-Connector for Jira / SAP Solution Manager entwickelt, welcher Unternehmen dabei hilft, ihre SAP Projekte agiler zu gestalten. Die Jira-SAP Solution Manager Integration ist einfach und schnell zu implementieren und der Grad der Kontrolle ermöglicht einen höheren Grad an Agilität im Unternehmen.

Neugierig geworden?

Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Jira in SAP-Projekten oder lesen Sie in unserer Success Story, wie die Berliner Reinigungsbetriebe (BSR) Jira in ihre SAP Solution Manager Prozesse integrieren konnten.

 

Wir beraten und unterstützen Sie gerne in der Einführung, Entwicklung und Optimierung Ihrer IT Systeme & Prozesse.

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